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APRIL 2012

Wasser-Wasser-Geothermieanlagen

Am 19.04.2012 fand auf Initiative der HIBA Grundbesitz GmbH & Co. KG eine Informationsveranstaltung für Vertreter der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln in Köln-Vogelsang statt, an der auch die Dr. Tillmanns & Partner GmbH als Referent beteiligt war. Im Rahmen der Veranstaltung auf dem Gelände des Gewerbeparks TRIOTOP konnten sich die Teilnehmer im direkten Gespräch mit Ingenieuren und Planern über die Themen Energieeffizienz, Passivhäuser und erneuerbare Energien über die dazugehörenden Schritte Planung, Genehmigung und Ausführung informieren.

Neben anderen Gebäuden im Gewerbepark TRIOTOP wurde vor allem das Bürogebäude Etrium besichtigt, dass durch den Einsatz energieeffizienter Technologien für Heizung, Kühlung und Strom den Passivhausstandard erfüllt und als eines der ersten Bürogebäude in Deutschland gem. DGNB-Standard zertifiziert wurde (Gütesiegel in Gold). Teil des Gesamtkonzepts "Etrium" ist die Wasser/Wasser-Geothermieanlage für das Heizen und Kühlen des Bürogebäudes.

Von Seiten der Dr. Tillmanns & Partner GmbH wurde die Anlage auf der Grundlage der lokalen hydrogeologischen Verhältnisse hydraulisch bemessen, darauf aufbauend die Vorgaben für die Erstellung der Förder- und Schluckbrunnen erarbeitet sowie der wasserrechtliche Erlaubnisantrag zur Vorlage bei der Genehmigungsbehörde zusammengestellt. Im Zuge der Nachsorgephase führt die Dr. Tillmanns & Partner GmbH das Monitoring (Einbau von Loggern, Bilanzieren der Förderraten und der GW-Temperatur) durch und fasst die Ergebnisse in jährlichen Berichten für die Überwachungsbehörde zusammen.

Im Rahmend der Informationsveranstaltung referierte die Dr. Tillmanns & Partner GmbH zum Thema Wasser/Wasser-Geothermieanlagen und Monitoring im Zuge der Nachsorgephase.

Im Folgenden eine Zusammenfassung dieses Referates:

Im Zuge der Planung und Beantragung von Wasser/Wasser-Geothermieanlagen sind zwei technische Bereiche zu berücksichtigen:

  • Anlagentechnik/Haustechnik: vorgefertigte Bauteile (Anlagenbauer)
  • Brunnentechnik/Fördertechnik: natürlicher Untergrund, viele Variablen (Geotechnisches Büro)
Planungsphase:
  • Vorschläge zum Standort und Ausbau der notwendigen Förder- und Schluckbrunnen
  • Hydraulische Vorbemessung auf der Grundlage vorliegender Informationen zum vorgesehenen Standort
  • ggf. Projektierung für Lage und Ausbau eines Pilotbrunnen
  • Durchführung eines hydraulischen / hydrochemischen Kurzzeitpumpversuchs
  • Detailbemessung der Brunnenanlage
  • Kostenschätzung
Aktuelles 04/2012 - Wasser-Wasser-Geothermieanlagen
Abbildung 1: Im Verlauf der Planungsphase wird die Wasser/Wasser-Anlage geplant und erste Bemessungen für den Brunnenausbau vorgenommen.
Antragsphase:

Ein wasserrechtlicher Erlaubnisantrag bei der zuständigen Behörde beinhaltet:

  • Überprüfung der altlastentechnischen Situation
  • Darstellung der geologischen und hydrogeologischen Situation
  • hydrogeologische/hydraulische Berechnungen (Geologie des Untergrunds, Grundwasserflurabstand, Fließrichtung, Temperatur etc.)
  • Festlegung der Standorte für Förder- und Schluckbrunnen
  • Erstellung von Übersichtsplan und Detailplänen
  • Darstellung der Ausbaupläne
  • technische Daten (Entnahmemengen, Kältemittel, GW-Temperatur etc.)
  • Grundwasseranalysen inkl. Beprobung der Brunnen
  • Darstellung der Wasserrechte Dritter
  • Darstellung der Gesamtanlage
Aktuelles 04/2012 - Wasser-Wasser-Geothermieanlagen
Abbildung 2: Grundwasserhöhengleichenpläne und Konzeption der Brunnenabschlussbauwerke sind Bestandteile des wasserrechtlichen Erlaubnisantrags.
Ausführungsphase:
  • Unterstützung bei der Ausschreibung der Brunnenbauarbeiten
  • gutachterliche Begleitung der Brunnenbauarbeiten
  • ggf. Ausbauanpassung entsprechend der erbohrten Geologie
  • Aktuelles 04/2012 - Wasser-Wasser-Geothermieanlagen
    Abbildung 3: Brunnenbauarbeiten von Förder- und Schluckbrunnen im Zuge der Ausführungsphase
    Nachsorgephase:
    • Verfassen von Handlungsanweisungen bzgl. der Pflichten des Betreibers
    • ggf. Einbau und Betreiben von Datenloggern zur Überwachung der Funktionstüchtigkeit
    • Erstellen von Jahresbilanzen zur Vorlage bei der Überwachungsbehörde
    • turnusmäßige Grundwasserbeprobung der Brunnen
    Aktuelles 04/2012 - Wasser-Wasser-Geothermieanlagen
    Abbildung 4: Monitoring der Förderrate sowie der Grundwassertemperatur im Rahmen der Nachsorgephase.
    Referenzen Wasser/Wasser-Anlagen (Auszug):
    • BV Etrium in Köln-Vogelsang
    • Gesamtschule Köln-Sürth
    • Kaiserhöfe Köln-Porz
    • Garbe GoltsteinForum in Köln-Bayenthal
    • MFH Frans-Marc-Straße in Köln-Klettenberg
    • BV Rheinpalais in Köln-Bayenthal

    Für nähere Informationen zu diesem Thema oder allgemeine Fragen bezüglich Wasser-Wasser-Geothermieanlagen steht Ihnen in unserem Hause Hr. Dr. Grau unter der Telefon-Nr. 02271/801-0 zur Verfügung.